Ing. ThomaHauer-Dobes ThomasHoffmann thumbbs HNeuwirthauer-Dobeš, MSc, Leiter der Abteilung Bau und Facility Management, und Gesamtprojektleiter des Logistikzentrum Michael Hoffmann im Gespräch mit DSA Mag. (FH) PhDr. Markus Neuwirth, MSc, MBA über das neue Logistikzentrum Wiener Neustadt
 



 Wo liegen aus Ihrer Sicht die Vorteile des neuen Logistikzentrums?

 
Hauer-Dobeš:

Eine einheitliche und somit kostengünstigere Beschaffung durch ein Logistikzentrum schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Leistungsbereitstellung und Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. 

Hoffmann:

Außerdem können optimale Liefer- und Zahlungskonditionen durch eine zentrale Beschaffung umgesetzt werden. Somit kommt es zu Kostensenkungen für die jeweiligen Krankenhäuser und letzten Endes zu einem besseren betriebswirtschaftlichen Ergebnis pro Klinik.

Was war Ihre spezielle Aufgabe in diesem Projekt?

Hoffmann:

Einerseits die strategische Konzeptionierung und Festlegung für ein gesamtheitliches, bundeslandweit umsetzbares Versorgungskonzept der NÖ Kliniken und andererseits die Gesamtprojektleitung für die Logistikzentren in Niederösterreich, mit den Schwerpunkten der betriebsorganisatorischen Planung, der bautechnischen Errichtung sowie die betriebliche Integration der Kundenkliniken in die zentrale Versorgungsstruktur.

Inwiefern werden die Mitarbeiter in den Kliniken von dem neuen Logistikzentrum profitieren?

Hauer-Dobeš:

Durch die Logistikzentren werden Leistungsoptimierung und Kostenoptimierung in den Vordergrund gestellt. Die Leistungsoptimierung garantiert, dass die richtigen Objekte am richtigen Ort in richtiger Menge zur richtigen Zeit und in richtiger Qualität bereitstehen. Die Kostenoptimierung gewährleistet, dass die Leistungserbringung zu möglichst geringen Kosten (geringe Bestände, wenig Lagerfläche, weniger Transportwege usw.) erfolgt.

Merken die Patienten einen Unterschied?

Hoffmann:

Durch die externe Belieferung ergeben sich für die Patienten keine Änderungen im täglichen Ablauf, im Gegenteil, durch das Auslagern von Teilleistungen werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet und können sich so voll auf ihre Kernkompetenzen in den jeweiligen Fachbereichen konzentrieren, was letztendlich jedem einzelnen Patienten zugute kommt.

Wo lagen die baulichen und technischen Herausforderungen bei der Errichtung eines solchen Projekts?

Hauer-Dobeš:

Die große Herausforderung des Projekts für mich lag neben der baulichen und technischen Realisierung darin, innerhalb kürzester Zeit  an zwei Standorten, St. Pölten und Wiener Neustadt, jeweils ein Logistikzentrum mit verschiedenen Projektbeteiligten zu errichten. Beide Projekte wurden durch die zeitliche Kongruenz zu Neu- und Umbauprojekten in beiden Regionen mit hohem inhaltlichen Deckungsgrad, also der gleichen Aufgabenstellung, einheitlichen Prozesse und Strukturen gemeinsam bearbeitet.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des neu eröffneten Logistikzentrums und der niederösterreichischen Kliniken im Allgemeinen?

Hauer-Dobeš:

Für das neu eröffnete Logistikzentrum in Wiener Neustadt und auch den beiden anderen zukünftigen Zentren (das eine in St. Pölten, der dritte Standort ist noch nicht fixiert) zur Sicherstellung einer vollflächigen Versorgung wünsche ich für die Zukunft ein störungsfreies Arbeiten, topmotivierte Mitarbeiter und viele zufriedene und bestens versorgte NÖ Kliniken.

Hoffmann:

Die Versorgungszentren werden sich als verlässlicher Partner in der Gesundheitswelt der NÖ Kliniken voll etablieren.

Vielen Dank für das Gespräch!