Prim. Dr. Kurt Nechvile

Prim. Hofrat Med.-Rat Dr. Kurt Nechvile war 37 Jahre im Krankenhaus tätig, davon zehn Jahre als stellvertretender und fünf Jahre (1983–1988) als Ärztlicher Direktor. Der 1922 in Wiener Neustadt Geborene erlebte das Ende des Zweiten Weltkrieges als Kriegsdienstleistender in Ostpreußen und studierte ab 1945 an der Uni Wien. 1952 erhielt er seine Anstellung als Jungarzt im Krankenhaus. Damals gab es an den sieben Abteilungen einen akuten Ärztemangel (insgesamt nur acht Sekundarärzte), so dass niedergelassene praktische Ärzte im Spital zusätzlich ihren Dienst versahen. Nechvile wurde chirurgischer Facharzt (unter Prim. Aigner) und ab 1968 provisorischer Leiter des Labors. Dieses war damals als Handlabor in einem kleinen Zimmer auf der II. Internen Abteilung (Prim. Leypold) untergebracht und ursprünglich von einem Chemielehrer (Prof. Stöckl am hiesigen Gymnasium) betrieben worden. 1973 erhielt Nechvile die Berechtigung als Facharzt für medizinische und chemische Labordiagnostik. 1984 wurde er zum Ärztlichen Direktor des a. ö. Krankenhauses berufen.
Dr. Erwin Pröll Landeshauptmann
 

 

Prim. Dr. Wilhelm Pinkernell

Prim. OMR Dr. Wilhelm Pinkernell war 30 Jahre lang Leiter der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie, von 1974 bis 2004 und 1989 bis 2004 auch Ärztlicher Direktor. In seine Direktionszeit fielen wichtige medizinische Weichenstellungen in Richtung modernes Krankenhaus wie 1990 die Anschaffung einer Vielzahl modernster Untersuchungsgeräte: Installation eines CT am Zentralröntgeninstitut, mobiler Lithotripter für Urologie (Nieren- bzw. Gallensteinzertrümmerer), ein Ultraschallgerät für die Chirurgie, das alle Daten eines Schallbildes räumlich abspeichern kann und so genaue Analysen der Strukturen etwa von Leber und Bauchspeicheldrüse möglich macht, oder ein neues Ultraschallgerät für die Kinderabteilung, das Schädelsonographie, Herzsonographie und Hirnblutungserkennung bei Neugeborenen ermöglicht. 1991 wurde in Wiener Neustadt die erste Gallenblase endoskopisch entfernt, 1992 die neurologische Abteilung eröffnet. 1993 erfolgte die Neu- und Umstrukturierung des Röntgeninstituts (unter Prim. Hajek Umstellung der Betriebszeit von 07:00 bis 18:00 Uhr, ein permanent radiologischer Nachtdienst wird installiert). Unter anderem wird in diesem Jahr ein neues Bandscheiben-OP-Verfahren (percutane Nucleotomie) durch die Zusammenarbeit von Zentralröntgen und der neurologischen Abteilung (Prim. Hajek – Prim. Soukop) etabliert. 1994 gibt es die österreichweit erste Pilotinstallation einer Teleradiologie (Prim. Hajek und in St. Pölten Prof. Salomonowitz). Ein wichtiger Meilenstein ist die Entscheidung, die erste Strahlentherapie in Niederösterreich zu etablieren, die Basis für die heutige Entwicklung zum Krebskompetenzzentrum ist: 1995 erfolgte die Grundsteinlegung der Abteilung für Radioonkologie, 1998 die Inbetriebnahme der Strahlentherapie. 1999 ermöglichte die Tele-Medizin im Zentrallabor das Etablieren eines Hämatologie-Kompetenzzentrums, das diese Methode erstmals in Europa einsetzte.
Dr. Erwin Pröll Landeshauptmann