Erinnern Sie sich noch daran, wie es in der 2. Internen und in der Unfallabteilung im Altbestand bis 2011 ausgesehen hat? An die alten verwinkelten Gänge, die dunklen Zimmer, die zahlreichen Probleme? Jahrelang hat der Zustand dieser Abteilungen die Verantwortlichen und die dort Arbeitenden bedrückt und belastet. Ein wunderschöner heller, funktionaler Zubau auf dem ehemaligen Areal des Roten Kreuzes hat all diese Probleme gelöst – der sogenannte Raumzellenbau.

Der Zubau besteht aus 108 Raumzellen von jeweils 4 x 4 x 18,5 Meter. Er bietet auf vier Stockwerken insgesamt 8.500 m² an neuer Krankenhaus-Fläche, Platz für 180 Patientenbetten, interne Ambulanzräume sowie vier OP-Räume und 18 Aufwach- und Intensivbetten für die 2. Interne Abteilung und die Unfallchirurgie.

Für die Bauphase wird sogar eine Webcam eingerichtet: So kann man in der kurzen Errichtungszeit im Internet verfolgen, wie riesige Tieflader die 108 großformatigen Raumzellen anliefern und der Bau rasch wächst.

Am 1. März 2010 wird als Vorbote die Musterraumzelle am Areal des Landesklinikums aufgestellt, um diese den Mitarbeitern vorzustellen. Gezeigt werden ein Zweibett- und ein Dreibettzimmer – später wird sie in den Bau integriert.

Am 2. Juli 2010 erfolgt der Spatenstich für den Zubau, bereits am 21. März 2011 gibt es die Gleichenfeier und am 8. September 2011 die feierliche Eröffnung.

Was ist wo im Klinik-Zubau? Der neue Lageplan des Landesklinikums Wiener Neustadt – am 19. September 2011 nahmen die medizinischen Abteilungen im neuen Gebäude (Haus B) den Vollbetrieb auf.



Vorzeigeprojekt

Bei der Fortbildungstagung des Österreichischen Verbandes der Krankenhaustechniker (ÖVKT) in Pörtschach im Herbst 2011 sorgt das Projekt "Raumzellenbau" des Landesklinikums Wiener Neustadt für besonderes Interesse bei den Kongressteilnehmern. Bei der Präsentation von Projektmanager Dipl. KH-BW Ing. Franz Pöltl war der Vortragsraum bis auf den letzten Platz gefüllt. Besonders die außergewöhnliche Größe des Modulbaus und die rasche Bauabwicklung fanden die Krankenhausexperten spannend.

Der Zubau wurde ein gutes Jahr nach Spatenstich fertiggestellt – das ist Rekordzeit für ein derartig großes Gebäude, sagt Pöltl: "Durch seine Größe und Qualität ist der Bau mittlerweile ein Vorzeigeprojekt in ganz Europa."

Zubau in Rekordzeit

Zwei Abteilungen sind im Klinik-Zubau untergebracht: Die 2. Interne Abteilung
verfügt über drei Stationen mit 101 Patientenbetten, eine kardiologische
Intensivstation mit vier Intensivbetten und sechs Überwachungsbetten, ein Herzkatheterlabor sowie ein internes Ambulanzzentrum. In der Unfallchirurgie gibt es zwei Stationen mit 78 Betten und vier Operationssäle mit acht Aufwachbetten.

Insgesamt wurden in das Projekt 29,3 Millionen Euro investiert – gut investiert, denn "durch diese schnelle Lösung kann der medizinische Betrieb auf dem
neuesten Stand der Technik bis zur Fertigstellung des Neubaus gewährleistet werden",  betont Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA.

Die Eröffnung des Zubaus durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wurde zum großen Fest für das Landesklinikum: Der Andrang im Festzelt sowie beim anschließenden Tag der offenen Tür war enorm, über 1.500 Besucherinnen und Besucher wurden begrüßt.

Das Landesklinikum Wiener Neustadt hat sich für die Zeit bis zum Neubau eingerichtet. Mit dem Zubau können die räumlichen Probleme bis zum Neubau massiv entschärft werden.


Beim Spatenstich zum Raumzellenbau: (v.l.) Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker, Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Dr. Evelyn Fürtinger, MAS, DI Alfred Zens, MBA, Dipl. KH-BW Helmut Krenn, Mag. Herbert Schnötzinger und Dipl. KH-BW Ing. Franz Pöltl


Die letzte (108.) Raumzelle wurde im Rahmen eines Festaktes an ihren Platz gehoben.


Gleichenfeier im Landesklinikum Wiener Neustadt: (v.l.) DI Christian Fritzl, Ing. Thomas Hauer, Dr. Robert Griessner (Med. GF NÖ Landeskliniken-Holding), Baumanager Dipl. KH-BW Ing. Franz Pöltl, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA, und Peter Sturmer


Bei der Baustellenbesichtigung: (v.l.) Manfred Pachatz, Dipl. KH-BW Ing. Franz Pöltl, DI Martin Friedl, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, Prim. Prof. Dr. Leo Marosi (Leiter der 2. Internen Abteilung), Pflegedirektorin Dr. Evelyn Fürtinger, MAS


Bei der Eröffnung des Klinik-Zubaus: (v.l.) Ärztl. Dir. Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, LH Dr. Erwin Pröll und Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger


Visite mit Prim. Univ.-Prof. Dr. Leo Marosi im neuen Klinik-Zubau