Das große Thema des Jahres 2011 ist der Raumzellenbau, dessen Detailplanung und Spatenstich noch im Jahr 2010 erfolgen. Schon die Anlieferung der Musterraumzelle ist spektakulär. Mit vier Metern Breite sind Raumzellen bei der Anlieferung schon per se Hindernisse und Hingucker. Und wenn sie mit riesigen Kränen von riesigen Tiefladern gehoben werden, sorgt das regelmäßig für neugierige Blicke und Faszination. Eine spezielle Bau-Webcam ermöglicht in dieser heißen Phase per Internet Tag für Tag einen Blick auf das Baugeschehen. Später wird sogar ein Film darüber veröffentlicht. Im Februar wird die speziell angefertigte Raumzelle für den PET-CT geliefert und dieser auch bald im Testbetrieb erprobt. Schon im März steht die Gleichenfeier an. Spektakulär ist auch das Errichten des Übergangtunnels vom Haupthaus in den Raumzellenbau – er besteht aus drei verschieden großen Raumzellen und erleichtert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Alltag. Im September 2011 wird der freundliche Neubau am Klinikgelände mit einem großen Fest samt Tag der offenen Tür und 1.500 Gästen eröffnet.

Neuer Eingangsbereich

Der Raumzellenbau ist aber bei weitem nicht alles an Baugeschehen, was sich im Landesklinikum im Jahr 2011 bewegte. Der Eingangsbereich des Hochtraktes (Haus A) wird seit 2010 im Sinne der Patienten- und Besucherfreundlichkeit neu konzipiert. Besonderes Augenmerk liegt darauf, dass sich Patienten und Besucher auf dem Gelände des Klinikums besser zurechtfinden. Daher entsteht im Eingangsbereich des Hochtraktes ein offener, heller und leicht ersichtlicher Infopoint mit drei ergänzenden Informations-Ständern. Der neue Infopoint ist die zentrale Anlaufstelle für Patienten, Angehörige und Besucher und präsentiert das Landesklinikum als serviceorientiertes Unternehmen. Ein neues Patientenleitsystem erleichtert die Orientierung auf dem weitläufigen Krankenhausgelände erheblich. Auch der Wartebereich in den Ambulanzen profitiert von den Umstrukturierungsmaßnahmen. Er ist nun angenehm klimatisiert, was sich für Patienten, Besucher und Mitarbeiter sowohl im Sommer als auch im Winter positiv bemerkbar macht. Fünf zusätzliche Taxi-Standplätze vor dem neuen Raumzellenbau und ein Parkkonzept, das den Transport von Patienten ins Landesklinikum erleichtert, runden die Maßnahmen ab.

Drei Kessel für die Küche

Die Küche im Landesklinikum Wiener Neustadt gehört zu den besten Großküchen des Landes. Dies bestätigt 2011 die Auszeichnung mit drei von fünf möglichen Kesseln. Um innerhalb eines Jahres drei Kessel zu erringen, sind viele Anstrengungen, großes Engagement der Mitarbeiter und das Initiieren diverser Veränderungsprozesse notwendig. Verantwortlich dafür ist Küchenchef Johannes Haindl, der etwa ein Jahr davor die Leitung übernahm: "Da ich bereits zuvor als externer Berater fungierte, konnte ich mir schon vor meinem Antritt ein Bild von den Abläufen machen, was sicher ein enormer Vorteil war."

Besonderes Augenmerk wird im Landesklinikum Wiener Neustadt auf die Verwendung von frischen, biologischen, regionalen, saisonalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sowie Produkten gelegt.

Die wichtige Arbeit im Hintergrund

Es ist wie im Haushalt: Man sieht die Arbeit nur, wenn sie nicht gemacht ist – das tagtägliche Reinigen im Krankenhaus. Wegen der beständig hohen Qualität der Reinigung lud Abteilungsleiter Rinaldo Tosolini einige der engagiertesten
Mitarbeiterinnen ein, um "Danke" zu sagen: "Unsere Reinigungskräfte verrichten tagtäglich eine sehr gute und wichtige Arbeit im Klinikum",  betont der interimistische Kaufmännische Direktor Mag. (FH) Herbert Karner.

Neues Auto für die Feuerwehr

Auch wenn die Strecken im Klinikum nicht lang sind – die Feuerwehr braucht
entsprechende Fahrzeuge. So wird 2011 das neue Auto in Betrieb genommen, und natürlich braucht es dafür Schutz und Schirm von oben. Die bekam es bei der feierlichen Segnung unter Teilnahme prominenter Feuerwehrmänner des Landes.

Betreuung für den Nachwuchs

Ganz wesentlich für Eltern ist, dass ihre Kinder gut betreut sind. Der Betriebskindergarten Calimero hilft Müttern und Vätern, sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Deshalb gehört er zum Krankenhaus einfach dazu. Dass die Kinder dort viel erleben, zeigen beispielsweise ein paar Impressionen aus dem Jahr 2011. So war Calimero bei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ins Landhaus eingeladen und wurde persönlich empfangen. Nicht wenige Kids der Calimero-Truppe wollen seither selber Landeshauptmann werden.

Die Kinderbetreuungseinrichtung lädt 2011 erstmals zum Apfelfest – schließlich ist es ja nach einem englischen Sprichwort die beste Möglichkeit, gesund zu bleiben, wenn man täglich einen Apfel zu sich nimmt. Die Kinder durften bei diesem Fest selber kochen. So entstanden neben einem Obstsalat auch Muffins und Waffeln, garniert mit Äpfeln. Ein selbst gepresster Apfelsaft rundete die Jause ab.

Viele Bausteine für die Versorgungsqualität

Schon nach einem Jahr muss die Augentagesklinik um sechs Plätze erweitert werden, so groß ist die Nachfrage nach tagesklinischen Behandlungen. Der Ablauf eines tagesklinischen Eingriffes ist perfekt strukturiert und koordiniert. Die Patienten kommen am Morgen ins Klinikum und werden auf die Operation vorbereitet. Im Anschluss an den Eingriff können sie sich in der Tagesklinik ausruhen, während Rezepte, Befunde und Entlassungspapiere vorbereitet werden. In der Regel können sie bis spätestens 15 Uhr das Krankenhaus wieder verlassen – eine großartige Leistung auch in Sachen Organisation.

Einheitliche Pflegerichtlinie

Ein Projektteam mit Mitarbeitern aller Landeskliniken der Thermenregion erarbeitet seit gut einem Jahr einheitliche regionale Pflegerichtlinien. Durch die Vereinheitlichung der Arbeitsweise der Pflegenden sowie dem Schaffen eines Nachschlagewerks für die Mitarbeiter der Kliniken sollen die Risiken bei pflegerischen Maßnahmen langfristig weiter minimiert werden.

Handhygiene bei den Sicherheitstagen

Im Rahmen der Sicherheitstage, an denen alle Mitarbeiter des Landesklinikum Wiener Neustadt teilnahmen, gab es auch eine Hygienestation mit dem Schwerpunkt praktische Händehygiene. Die Teilnehmer konnten viele praktische Übungen durchführen. "Die Händehygiene zählt zu den wichtigsten Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten", betont die Hygienefachkraft DGKP Willi
Blieberger. Den zweiten Schwerpunkt bildete das richtige Verhalten im Brandfall. Bei mehreren Stationen wurden alle wichtigen Informationen vermittelt, eine praktische Übung rundete das Angebot ab.

Training für Notfallmanagement

Auf Notfälle muss man perfekt vorbereitet sein. Deshalb organisierte Prim. Dr. Helmut Trimmel, Vorstand der Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin, das bereits dritte interdisziplinäre Intensivtraining in Hirschwang an der Rax. Dort übten sein Team des NÖ Zentrums für Medizinische Simulation und Patientensicherheit gemeinsam mit Kollegen aus der Steiermark und Wien nach den neuesten Empfehlungen des Europäischen Rats für Wiederbelebung (ERC). Durchgespielt wurden dabei diverse Szenarien wie internistische Notfälle von Herzinfarkt über Asthma bis zur Lungenembolie, Vergiftungen, Unterkühlungen, Notfälle in der Schwangerschaft und vieles mehr. Besonders wichtig ist dabei, das Arbeiten im Team zu trainieren.

Trimmels Abteilung organisierte 2011 auch die bereits 3. Intensivpflegetage mit 160 Besuchern.

Zertifizierung für Trainingszentrum

Als erste derartige Einrichtung in Österreich wird das NÖ Zentrum für Medizinische Simulation und Patientensicherheit 2011 durch die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) als Ausbildungszentrum zertifiziert. Mit der Zertifizierung erhält diese Einrichtung das Qualitätssiegel einer der größten österreichischen Fachgesellschaften. "Dies bestätigt eindrucksvoll das Bemühen um eine herausragende Qualität des Zentrums in Fragen der Qualifikation der Trainer, der technischen Ausstattung und vor allem der angebotenen Kurse",  betont der Leiter des Simulationszentrums Helmut Trimmel. Laut den Zertifizierungsrichtlinien müssen etwa Instruktoren, egal welcher Fachrichtung, eine ausgewiesene theoretische und klinische Kompetenz in ihrem Unterrichtsfach aufweisen sowie Erfahrung auf dem Gebiet des Crisis Ressource Management ("human factors training") wie auch im Bereich der interpersonellen Kommunikation mitbringen. Die Zertifizierung stellt die zentrale Voraussetzung dar, damit die absolvierten Simulationstrainings im Rahmen kommender Richtlinien für Facharztausbildungen (z. B. Anästhesisten und Intensivmediziner) anerkannt werden.

Klinisches Risikomanagement

Unterstützung beim Erstellen einer OP-Checkliste im Rahmen der EFQM-Implementierung 2010 holte sich der Abteilungsvorstand der Neurochirurgie im Landesklinikum Wiener Neustadt, Prim. Univ.-Doz. Dr. Johannes Burtscher, von Mag. Wolfgang Neubauer (VIA Consulting) und Ginny Weber, MAS (Qualitätsmanagementbeauftragte). Das Projektteam, bestehend aus DGKS Ulrike Farnleitner, DGKS Maria Haider und Bereichsleiterin DGKS Karin Perner, erstellte eine ganz neue Checkliste in Anlehnung an die OP-Checkliste der WHO. Das Besondere: Sie beginnt bereits am Vortag der Operation auf der Station. Die OP-Checkliste wird für Chirurgie, Augenabteilung und Gynäkologie/Geburtshilfe adaptiert, die abteilungsspezifischen Handbücher sind fertig - ein weiterer Schritt in der Umsetzung von Risikomanagement ist getan.

GIST-Register: Neue Wege in der Krebsforschung

Das österreichische GIST-Register, Anfang 2009 zur Qualitätssicherung ins Leben gerufen, veröffentlichte den ersten Jahresbericht. Mit Prim. Univ.-Doz. Dr. Friedrich Längle sowie OÄ Dr. Evelyne Bareck sind auch zwei Ärzte der chirurgischen Abteilung des Landesklinikums Wiener Neustadt maßgeblich daran beteiligt. Längle, Leiter der chirurgischen Abteilung des Landesklinikums Wiener Neustadt und einer der Initiatoren dieses Projektes: "Mit Hilfe dieses Registers sollen Daten betreffend Diagnose, Histopathologie, Therapie und Nachsorge des Gastro-Intestinalen Stromatumors (GIST), eines seltenen Bindegewebstumors des Magen-Darm-Traktes, zentral erfasst werden."

Verbunden mit anderen Kliniken

Neue Wege in der Dermatologie im Landesklinikum Wiener Neustadt: Bei regelmäßigen Videokonferenzen mit der Universitätshautklinik Graz werden komplexe Krankheitsfälle gemeinsam analysiert, um Krebserkrankungen noch effizienter behandeln zu können.

Drei Kessel für die Klinikküche: (v.l.) Küchenprofi Peter P. van Melle, Robert Steffen (stv. Produktionsleiter), Hannes Mannsberger (Fleischhauer), Martina Stumpf (Assistentin Küchenleitung), Johannes Haindl (Küchenleiter), Ing. Mag. Heinrich Barth (Geschäftsführer NFM), Mag. (FH) Herbert Karner (stv. Kaufmännischer Direktor) und Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA


Diätköchin Maria Gersthofer in der Küche im Landesklinikum Wiener Neustadt


Hintere Reihe: der damalige interim. Kaufmännische Direktor Mag. (FH) Herbert Karner (1.v.l.), Franz-Josef Tucek, MBA (2.v.l., GF NFM), Silvia Posch (4.v.l.), Hermann Merkatz (5.v.l.), Andreas Weber (4.v.r.), Brigitte Köhler (3.v.r.), Rinaldo Tosolinit (1.v.r., ) mit 14 der ausgezeichneten Mitarbeiterinnen


Das Sommerfest im Betriebskindergarten Calimero war ein tolles Erlebnis für Groß und Klein. Für die Kinder gab es einen Parcours mit einzelnen Stationen, außerdem unterhielten sie mit ihren eingeübten Tänzen und Liedern ihre Eltern, Geschwister und Großeltern. Kindergartenleiterin Brigitte Szukits und die bunt gekleideten Kinder freuten sich über Besuch des Kaufmännischen Direktors Mag. Andreas Gamlich.

Februar 2011
Die spezielle Raumzelle für den PET-CT wird geliefert

März 2011
Gleichenfeier Raumzellenbau

Juli 2011
Der PET-CT nimmt den Betrieb auf.
Neuer Infopoint

September 2011
Eröffnung Raumzellenbau nach einer Rekord-Bauzeit von einem Jahr. Großes Kinderfest anlässlich 25 Jahre Kinder- und Jugendabteilung

Dezember 2011
Pressekonferenz zum Logistikzentrum


Rahman, David, Lukas, Jula, Anna, Til, Sophie, Antonia, Stephanie, Sophie, Elisa, Adrian, Collin, Katharina, Kilian und Stefanie von der Schmetterlingsgruppe gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Renate Steiner, Ivone Eibeltauer und Roswitha Valenta beim Apfelfest


Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit einem kleinen Gast


Gemeinsames Konzept für die Region, (v.l.) Neben DGKS Elfriede Gutschelhofer aus dem Landesklinikum Neunkirchen sind in lenkender Funktion weiters DGKP Karl Lechner, Landesklinikum Hochegg, DGKS Heidi Leitgeb, Landesklinikum Wiener Neustadt, sowie DGKP Franz Stephan, Landesklinikum Baden-Mödling, beteiligt.


DGKS Sabine Zeman, DGKS Karin Reis und DGKP Willi Blieberger informierten zum Thema Handdesinfektion.


Dr. Robert Fitzka (3.v.l.) übte mit Kollegen praktische Maßnahmen im Notfallmanagement.


Bei der Eröffnung der Intensivpflegetage (v.l.): DGKP Peter Leonhardsberger, DGKP Robert Meixner, Pflegedirektorin Dr. Evelyn Fürtinger, MAS, NR Johann Rädler, Prim. Dr. Helmut Trimmel (Leiter Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin) und Mag. (FH) Thomas Pökl (NÖ Landeskliniken-Holding)