Das Jahr 2013 bringt einige positive Veränderungen für den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Durch den zusätzlichen Platz, den der Raumzellenbau geschaffen hat, können einige andere Bereiche der in die Jahre gekommenen Gebäude neu aufgeteilt und für neue Verwendungen renoviert werden – und 2013 in Betrieb gehen. Ein erster Schritt ist die Nachnutzung der früheren Unfallstation in Haus C, wo bereits Ende 2012 die neuen OPs für Gynäkologie, HNO und Dermatologie samt Aufwachbereich eingezogen sind. Diese OPs waren vorher in Haus A untergebracht, wo nach der Renovierung die Endoskopie einzieht. Anfang 2013 übersiedelt das Unfall-Primariat ins Erdgeschoß von Haus C, die zwei Unfall-Sekretariate werden dort zusammengelegt, ebenso übersiedeln das HNO-Primariat sowie das HNO-Sekretariat in die frühere Männer-Unfallstation im Erdgeschoß von Haus C. In die bisherigen Räume des Unfall-Primariats kommt nach der Adaptierung die Diabetes-Beratung. Eine wichtige Veränderung ist die Neugestaltung der HNO-Ambulanz nach dem Sommer, wo es jetzt auch eine viel genutzte Kinderspielecke gibt.

Die wichtigste Neuerung von allen ist aber der neue Speisesaal für die Mitarbeiter. Denn nun können sie ohne Vorbestellung aus einem reichen Angebot an Speisen auswählen, sind nicht mehr zeitlich gebunden und haben so die Möglichkeit, zu einem günstigen Preis die Vorteile der auch im Jänner 2013 wieder mit drei Kesseln ausgezeichneten Klinikküche zu nutzen. Dabei liegt großes Augenmerk auf einer gesunden, vitaminreichen Ernährung. Der große Zuspruch zur neuen Verpflegungsmöglichkeit zeigt, wie groß der Bedarf nach einem derartigen Angebot war.

Für das Managen des Klinikums bedeuten diese Adaptierungen und Übersiedlungen im laufenden Betrieb eine große Herausforderung. "Es geht darum, dass unsere Patientinnen und Patienten bestmögliche Behandlungsmöglichkeiten vorfinden und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgemäße Arbeitsbedingungen", erklärt die Kollegiale Führung mit dem Ärztlichen Direktior Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek, der Pflegedirektorin Dr. Evelyn Fürtinger, MAS, und dem Kaufmännischen Direktor Mag. Andreas Gamlich die diversen Renovierungs- und Adaptierungsarbeiten. Denn es bleibt noch einiges zu tun im "alten" Klinikum, das auch in den nächsten Jahren noch intensiv genutzt wird. Mit dem neuen Speisesaal ist aber ein wichtiges Projekt der Kollegialen Führung und des Betreibers Land NÖ in Betrieb gegangen.

Starkes Informationstool

Ende des Jahres präsentierte die Kollegiale Führung ein neues, zusätzliches Instrument zur Information aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesklinikum: Das von Regionalkoordinator DSA Mag. (FH) Markus Neuwirth, MSc, MBA, und seiner Pressekoordinatorin Barbara Fenz entwickelte Produkt Wandzeitung, das von nun an monatlich an 20 Stellen in allen Teilen des Hauses über die wichtigsten Neuerungen informiert und im Gegensatz zu anderen Instrumenten wie dem Bildschirmschoner auch tatsächlich von allen Kolleginnen und Kollegen gesehen werden kann.

Zubau für die Jüngsten

Im Februar 2013 wird das Projekt Neonatologie-Zubau präsentiert, das mehr Platz für die jüngsten Patientinnen und Patienten bringt. Das Landesklinikum Wiener Neustadt zählt in der medizinischen und pflegerischen Versorgung von früh geborenen Kindern, Kleinkindern und Jugendlichen zu den führenden Zentren in ganz Österreich. Um auch weiterhin die Versorgung auf höchstem medizinischen und modernstem pflegerischen Niveau sicherzustellen, benötigt die Abteilung mehr Platz. Es entsteht daher ein Zubau. Abteilungsleiterin Prim. Dr. Doris Ehringer-Schetitska erklärt: "Besonders die pflegerischen Maßnahmen haben sich bei Frühgeborenen in den letzten Jahren stark verändert. Die Eltern werden so früh wie möglich miteinbezogen, sie sind wichtige Partner der Therapie und Pflege. Durch den Zubau können wir die neuesten Erkenntnisse umsetzen." Ein massives Plus an Qualität für die Familien ebenso wie für die Behandlungsteams bringen die kleineren Zimmer.

Logistikzentrum bewegt

Das Logistikzentrum für die Versorgung der Kliniken der Thermenregion und des Landesklinikums Hainburg mit Gütern des täglichen Bedarfs, Medikamenten und der Sterilisation für Operationsbesteck, dessen Rohbau 2012 errichtet wurde, entwickelt sich 2013 intensiv weiter. Gesund&Leben INTERN 03/2013 beschäftigt sich mit dem Stand der Dinge und lädt die Experten des Zentrums in Wiener Neustadt ebenso wie die des parallel in St. Pölten entstehenden Logistikzentrums für die Versorgung des Mostviertels und der Region NÖ Mitte zu "Im Dialog".

Dipl. KH-BW Helmut Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, berichtet: "Seit 2009 laufen die Planungen zu den Logistikzentren. Damals ging es um Entscheidungen für die Neubauten der Landeskliniken Wiener Neustadt, Baden-Mödling und Neunkirchen und um den effizientesten Einsatz der Mittel. Logistikzentren helfen uns, die Kosten zu senken, weil wir in den Neubauten deutlich weniger Lagerflächen brauchen, die ja in Krankenhäusern immer besonderen Bedingungen genügen müssen. Wir sparen finanziell aber auch durch das weitere Zusammenführen der gemeinsamen Beschaffung und durch die gemeinsame Bewirtschaftung der Kliniken. Und wir ersparen jedem Klinikum ein hohes Ausmaß an Verkehr: Derzeit liefert jeder einzelne Lieferant extra seine Sachen im Klinikum ab, das sind zahlreiche Fahrten; künftig kommt je nach Bedarf ein bis zwei Mal pro Tag ein LKW, der die benötigten Materialien und Medikamente sowie das Sterilgut liefert, und zwar bereits für die jeweiligen Abteilungen exakt zusammengestellt. Was mir besonders wichtig ist: Von Anfang an haben wir die jeweils betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Planung der jeweiligen Zentren miteinbezogen."

Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA, berichtet bei diesem Termin: "Unser Logistikzentrum in Wiener Neustadt ist ein Projekt, das in der Region und für die Region viel bewegt. Wir hatten im Mai 2013 den bereits fünften Projektkoordinations-Ausschuss in der Thermenregion mit allen Verantwortlichen aus den Kliniken – diese Treffen bringen das Projekt immer um entscheidende Schritte weiter."

Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor des Landesklinikums St. Pölten, betont, dass sich die beiden Logistikzentren in Notfällen gegenseitig unterstützen können: "Die Ausfallsicherheit gewährleisten wir gemeinsam mit dem Logistikzentrum Wiener Neustadt. Für unsere Kundenkliniken vereinfacht das die bisher sehr komplexen dezentralen Krisenszenarien."

Und Mag. Andreas Gamlich, Kaufmännischer Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, berichtet über die Vorbereitungen in den Kliniken der Thermenregion: "Wir haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Materialwirtschaft und den Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte (AEMP, Sterilisation) aller beteiligten Kliniken zu Infoveranstaltungen eingeladen. Es ändern sich das Arbeitsumfeld, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitszeiten. Jede und jeder soll wissen: Was erwartet mich, wenn ich wechseln will? Was besonders spannend wird: Wir werden im Logistikzentrum eine Produktionsapotheke haben, die dann den Standards der pharmazeutischen Industrie entspricht, also wesentlich höheren Standards als derzeit – ein Quantensprung."

Werner Schön, MSc, stv. Abteilungsleiter Bau- und Facility Management und Gesamtprojektleiter der Logistikzentren in der Holding-Zentrale, zeichnet ein Szenario über die künftigen Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren: "Bisher wird im Bereich Versorgung sehr viel manuell kommissioniert, künftig läuft vieles teilautomatisiert. Wir haben in der Planung der Arbeitsabläufe allergrößten Wert auf Arbeits-Ergonomie gelegt und darauf geachtet, das Arbeiten zu erleichtern. Wir brauchen uns in Fragen der Qualität der Versorgungssicherheit durch die Logistikzentren nicht zu verstecken – wir sind national und international ganz weit vorne. Und das verdanken wir der engen Zusammenarbeit mit allen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landeskliniken."

Im Sommer 2013, noch vor der baulichen Fertigstellung im Spätherbst 2013, fällt die Entscheidung für den künftigen Leiter des Logistikzentrums auf Dipl.-BW Horst Cubert, MBA. Der 44-Jährige war bereits als Geschäftsführer, Aufsichtsrat und Logistikleiter mehrerer großer Konzerne tätig.


Wieder drei Kessel für Küchenleiter Johannes Haindl! Darüber freuen sich: (v.l.) Mag. (FH) Herbert Karner, stv. Kaufmännischer Direktor, Küchenprofi Peter P. van Melle, Ing. Mag. Heinrich Barth, Geschäftsführer NFM, Küchenleiter Johannes Haindel, Monika Rehak, akademische KHM, und Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA


Startschuss für das Projekt: Regionalkoordinator DSA Mag. (FH) Markus Neuwirth, MSc, MBA, Pressekoordinatorin Barbara Fenz, LR Mag. Karl Wilfing

Juni 2012
Grundsteinlegung für das Logistikzentrum

September 2012
Neue Räume für die Betriebsfeuerwehr

Dezember 2012
Gleichenfeier Logistikzentrum. Übersiedlung der HNO-, Gynäkologie- und Haut-OPs ins Haus C

Februar 2013
Pressekonferenz Krebskompetenzzentrum

Februar 2013
Projektstart Zubau Neonatologie

April 2013
Eröffnung Mitarbeiter-Speisesaal

Juni 2013
Zusammenlegung Ambulanz- und Patientenverrechnung

Juli 2013
100 Jahre Augenabteilung

November 2013
Schlüsselübergabe Logistikzentrum

Dezember 2013
Neue Wandzeitung startet als Kommunikationsinstrument für die Mitarbeiter


Bei der Projektpräsentation des Zubaus für die Neonatologie: (v.l.) Projektleiter DI Markus Mandl, MSc, Kaufmännischer Direktor Mag. Andreas Gamlich, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Prim. Dr. Doris Ehringer- Schetitska, Leiterin der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Bereichsleiterin DKKS Evelyne Peinsipp, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger und Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA


Ein Beleg für die Leistungsfähigkeit der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde: Im Februar 1989 wurde Ina mit nur 950 g Körpergewicht geboren, wie der Zeitungsbericht zeigt. Sie hat es geschafft und ist heute eine erfolgreiche junge Frau. Die Kinder- und Jugendabteilung wird von Prim. Dr. Doris Ehrenberger-Schetitska geleitetet, Dr. Michael Foramitti ist einer der neun engagierten Oberärzte.


Der Rohbau des Logistikzentrums steht.


Logistikzentrum Wiener Neustadt: Mit einem mobilen Kran wurde das neue Notstrom- Aggregat in Position gebracht.


Dipl.-BW Horst Cubert, MBA, ist Leiter des neuen Logistikzentrums. Er wird begrüßt (v.l.) vom Kaufmännischen Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt Mag. Andreas Gamlich, dem Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA, dem Kaufmännischen Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding Dipl. KH-BW Helmut Krenn und vom Zentralbetriebsratsvorsitzenden KR Peter Maschat. Bild links: Logistikzentrum Wiener Neustadt: Mit einem mobilen Kran wurde das neue Notstrom- Aggregat in Position gebracht.